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Leistungsbewertung (Grundsätze)

Leistungsbewertung bezieht sich auf Kompetenzen, wie sie in den Kernlehrplänen für das jeweilige Fach angegeben werden und auf Inhalte, die im Unterricht vermittelt werden. Alle Bereiche des Fachs sind bei der Leistungsfeststellung angemessen zu berücksichtigen. Die Anforderungen im Unterricht sind so anzulegen, dass sie den Lernenden auch Erkenntnisse über die individuelle Lernentwicklung ermöglicht. Die Beurteilung von Leistungen soll demnach mit der Diagnose des erreichten Lernstandes und individuellen Hinweisen für das Weiterlernen verbunden werden. Wichtig für den weiteren Lernfortschritt ist es, bereits erreichte Kompetenzen herauszustellen und die Lernenden zum Weiterlernen zu ermutigen. Dazu gehören auch Hinweise zu Erfolg versprechenden individuellen Lernstrategien.

Aufgabe der Fachkonferenzen
Aufgabe der Fachschaften ist es, Ideen und Konzepte zur Unterrichtsentwicklung und Leistungsbewertung zu erarbeiten und umzusetzen. Folgende Eckpunkte sind für die Erarbeitung eines Leistungsbewertungskonzeptes von Bedeutung:

  • Festlegung von Kernkompetenzen in allen Jahrgängen
  • Entwicklung von Kriterien bei einer G- und E-Kurs-Zuweisung
  • Entwicklung von fachbezogenen Beurteilungskriterien in Bezug auf die 6 Notenstufen
  • Festlegung der Gewichtung von Anteilen schriftlicher, mündlicher, handwerklicher und experimenteller Leistungen
  • Vereinbarungen zu Vergleichsarbeiten und zu eigenen Jahresabschlussarbeiten (Standards, Bewertungsschlüssel, Art der Aufgabe)
  • Zusammenstellung einer Sammlung von Musteraufgaben zur Vorbereitung von Vergleichsarbeiten, zentralen Lernstandserhebungen und Abschlussprüfungen

Leistungsbewertung in den Fächern der Sekundarstufe I umfasst die Beurteilungsbereiche

Schriftliche Arbeiten (Klassenarbeiten)
Die Aufgabenstellungen sollen die Vielfalt der im Unterricht erworbenen Kompetenzen und Arbeitsweisen widerspiegeln. So ist es empfehlenswert, einen Teil der Aufgaben dem reproduktiven oder operativen Bereich zu entnehmen. Darüber hinaus sollten Schülerinnen und Schüler zunehmend Aufgaben bearbeiten, die die prozessbezogenen Kompetenzen betreffen. Es sind ebenfalls Aufgaben einzubeziehen, bei denen nicht von vornherein eine eindeutige Lösung feststeht, sondern bei denen Schülerinnen und Schüler individuelle Lösungs- oder Gestaltungsideen einbringen können.
Die Aufgabenstellungen sollen vom Anforderungsniveau her unterschiedlich sein. Neben Aufgaben mit mittlerem Anforderungsbereich (ca. 60%) sollen auch einfache (ca. 20%) und komplexere, schwierigere Aufgaben (ca. 20%) vorkommen.

Sonstige Leistungen
Der Bewertungsbereich „Sonstige Leistungen“ erfasst die Qualität und Kontinuität der Beiträge, die die Schülerinnen und Schüler im Unterricht einbringen. Diese Beiträge sollen unterschiedliche mündliche und schriftliche Formen in enger Bindung an die Aufgabenstellung und das Anspruchsniveau der jeweiligen Unterrichtseinheit umfassen.

Bei der Beurteilung von sonstiger Mitarbeit muss auch berücksichtigt werden: Selbständiges Arbeiten, schriftliche Übungen, Heftführung, Lerntagebuch, Referate, individueller Lernfortschritt und Entwicklung.